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Am 02.04.2010 ereignete sich gegen 23:20 Uhr auf der Bundesautobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover ein Verkehrsunfall. Laut Polizeiangaben befuhr ein 22-jähriger Gütersloher mit einem angemieteten Audi A3 mit hoher Geschwindigkeit den mittleren Fahrstreifen. Er soll zuvor schon anderen Verkehrsteilnehmern als Raser und Drängler aufgefallen sein.
Im 100-Meter-Bereich der Abfahrt Gütersloh wechselte er dann abrupt auf den rechten Fahrstreifen, um in die Abfahrt einzufahren. Dabei übersah er einen Opel Corsa einer 42-jährigen Frau aus Bornheim im Kreis Siegburg, die sich auf gleicher Höhe auf dem rechten Fahrstreifen befand. Die PKWs kollidierten, und beide Fahrer verloren die Gewalt über ihre Fahrzeuge. Sie prallten mehrfach gegen die Schutzplanken. Der Opel drehte sich um die eigene Achse und kam letztlich auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Audi blieb an der Mittelleitplanke stehen. Die Fahrerin des Opel und ihre auf der Rückbank gesicherte 4-jährige Tochter wurden bei dem Aufprall leicht verletzt. Da sie glücklicherweise nicht eingeklemmt waren, wurde zunächst nur ein Rettungswagen aus Rheda-Wiedenbrück alarmiert, der die Beiden nach kurzer Behandlung am Unfallort einem Gütersloher Krankenhaus zuführte. Etwa zur gleichen Zeit ging bei der Kreisleitstelle Gütersloh eine automatische Brandmeldung aus einem Unternehmen in der Straße „An der Autobahn“ in Gütersloh-Spexard ein. Daraufhin rückte die Hauptamtliche Wache aus, und der Löschzug Spexard wurde zum Brandeinsatz alarmiert. Vom Gerätehaus an der Verler Straße rückten die beiden Tanklöschfahrzeuge und das Löschgruppenfahrzeug des Löschzuges aus. Die Erkundung des Objekts ergab eine Fehlauslösung, vermutlich durch einen technischen Defekt. Noch während der weiteren Erkundung in einem Zwischenboden des Gewerbeobjekts forderte die Autobahnpolizei die Unterstützung der Feuerwehr zum Abstreuen auslaufender Betriebsstoffe an. Da das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Hauptwache in der Einsatzleitung gebunden war, rückte das Löschgruppenfahrzeug 16/12 des Löschzuges Spexard von der ersten Einsatzstelle ab. Zur Eigensicherung und um weiteres Bindemittel zur Verfügung zu haben wurde das Tanklöschfahrzeug 24/50 ebenfalls von der ersten Einsatzstelle abgezogen. Da die Bundesautobahn ab der Anschlussstelle Gütersloh komplett gesperrt war, konnten die Fahrzeuge entgegengesetzt der Fahrtrichtung auffahren. Der Motorraum des Corsa war stark deformiert. Hier liefen sämtliche Betriebsmittel aus und drohten auf den Grünstreifen und somit in das Erdreich zu gelangen. Nach einem „Stauen“ der Betreibstoffe wurde in Absprache mit der Polizei zunächst der linke von drei Fahrstreifen im Bereich des Audi A3 abgestreut. Hier wurden die Betriebsstoffe durch andere Verkehrsteilnehmer, die die Unfallstelle durchfahren hatten, auf ca. 50 Meter Länge verteilt. Nachdem der Audi geborgen und die Fahrspur abgestreut war, konnte diese durch die Polizei wieder frei gegeben werden. Zuvor wurde das Tanklöschfahrzeug 24/50, welches über eine Verkehrswarneinrichtung (gelbe Blitzleuchten) im Heck verfügt, zur Absicherung der Einsatzstelle in Stellung gebracht. Nach erfolgter Bergung des Opel durch ein Abschleppfahrzeug mit Ladekran konnte auch dieser Bereich abgestreut und gesäubert werden. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben und der Löschzug Spexard konnte nach ca. einer Stunde Gesamteinsatzzeit wieder einrücken. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf ca. 40000 Euro. |