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22.02.2010 16:15 Uhr; VU -PKW unter LKW PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Mirco Kreft   

Am  22.02.2010 ereignete sich ein tragischer Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 2, bei dem eine Person tödlich verletzt wurde. Gegen 16:13 Uhr geriet ein PKW-Fahrer aus Rietberg-Mastholte kurz vor der Anschlussstelle Gütersloh von der Fahrbahn ab und fuhr mit hoher Geschwindigkeit unter den Auflieger eines polnischen Gespanns, welcher aufgrund eines Reifendefekts auf dem Seitenstreifen stand.

Unmittelbar nach den ersten Notrufen wurde der Löschzug Spexard zur Hilfeleistung alarmiert. Zeitgleich setzte sich der Hauptamtliche Zug in Bewegung sowie ein Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Rheda-Wiedenbrück.
 
Da sich der Unfall in Fahrtrichtung Hannover kurz vor der Anschlussstelle Gütersloh ereignete, mussten die Kräfte aus Spexard zunächst in Fahrtrichtung Dortmund auffahren, um dann an der Raststätte Gütersloh zu wenden. Weil der Verkehr weiterhin an der Unfallstelle vorbei rollte, war eine Auffahrt entgegen der Fahrtrichtung nicht möglich. Der Hauptamtliche Zug fuhr direkt über die Rastanlage auf die Bundesautobahn auf.
 
Beim Passieren der Einsatzstelle in entgegengesetzter Fahrtrichtung mussten die Kräfte des Rüstwagens feststellen, dass sich das Fahrzeug des 48-jährigen PKW-Fahrers bis zur sog. B-Säule unter den Auflieger „gebohrt“ hatte. Nach Rücksprache mit der Leitstelle wurde eine Crashrettung  in Erwägung gezogen. Die kurze Zeit später, ersteintreffende Rettungswagenbesetzung konnte jedoch nur noch den Tod des Fahrers feststellen. Die beiden LKW-Fahrer erlitten einen schweren Schock und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Mittels eines Hydraulikhebers wurde der mit schweren Maschinenteilen beladene Auflieger auf der Beifahrerseite ein wenig angehoben, um sicherzustellen, dass sich keine zweite Person im Fahrzeug befand. Vier Hydraulikheber mussten eingesetzt werden, um den Auflieger anzuheben und das Fahrzeug zu bergen. Zur Sicherung des Anhängers kam fast das ganze Unterbaumaterial vom Rüstwagen 2 des Löschzugs zum Einsatz. Immer wieder musste der Auflieger unterbaut werden. Mit Unterstützung von Rettungsschere und Spreizer des Rüstwagens wurde der PKW „frei geschnitten“ und konnte letztendlich mit Hilfe der Seilwinde des Hilfeleistungslöschfahrzeuges der Hauptwache hervor gezogen werden.

Die Fahrzeugbergung dauerte etwa eineinhalb Stunden. Der Sachschaden wird von der Polizei auf ca. 15000 EUR geschätzt. Während der Bergungsarbeiten waren zwei der insgesamt drei Richtungsfahrbahnen gesperrt. Der Verkehr staute sich auf ca. 6 km Länge.


 

 

 
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