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27.01.2010 16:29 Uhr; LKW Unfall BAB 2 Fahrtrichtung Hannover PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Mirco Kreft   

Am Mittwoch, den 27.01.2010 wurde der Löschzug Spexard gegen 16:29 Uhr zu einem LKW Unfall auf die Bundesautobahn 2 gerufen. Laut der ersten Meldung sollten zwei Personen eingeklemmt sein. Von der Feuer- und Rettungswache in Gütersloh rückte der Hauptamtliche Zug aus. Für den Löschzug Spexard wurde zeitgleich „Hilfeleistung mittel“ alarmiert.

In Höhe der Bielefelder Straße der Stadt Verl ist ein unbeladener Lastzug aus Herford  auf einen liegen gebliebenen Tanklastzug aus Osnabrück aufgefahren. Der 52-jährige Fahrer aus Herford verlor daraufhin die Kontrolle über seine Zugmaschine und rutschte nach rechts die Böschung hinab. Hier wurde der Sattelzug nur durch Bäume am weiteren Herabrutschen gehindert.

Die Kräfte des erst eintreffenden Rüstwagens (RW2) des Löschzuges Spexard konnten glücklicherweise nicht bestätigen, dass zwei Personen eingeklemmt waren. Der Fahrer konnte seine Zugmaschine, nur leicht verletzt, selbständig verlassen. Er wurde zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungswagen einem Bielefelder Krankenhaus zugeführt. Der Führer des mit Rapsoel beladenen 2. LKW blieb unverletzt.

Die Tätigkeiten der eingesetzten Kräfte beschränkten sich somit auf Sicherungsmaßnahmen im Unfallbereich sowie der Erstversorgung und Betreuung der verletzten Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Eine Absicherung des Gespanns mit Mitteln der Feuerwehr war nicht möglich. Für die Bergung wurden zwei Autokräne sowie ein Abschleppfahrzeug eines Wiedenbrücker Spezialunternehmens angefordert.

Im weiteren Einsatzverlauf meldete sich ein dritter LKW-Fahrer, dessen Gespann  mit Gefahrgut beladen war, beim Dienstgruppenleiter der Hauptwache. Von der Ladefläche des im Rückstau stehenden Gefahrguttransports lief eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus. Umgehend wurde der Gerätewagen Messtechnik und der Abrollbehälter „Umweltschutz“ der Hauptamtlichen Wache nachgefordert.  Die Autobahn, auf der der Verkehr zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbei floss, wurde voll gesperrt.

Bei der Erkundung der zweiten Einsatzstelle wurden mehrere Leckagen an 1000l-Behältern, so genannten „IBCs (Intermediate Bulk Container)“ festgestellt, die mit Pflanzenschutzmittel befüllt waren. Das austretende Mittel wurde zunächst unterhalb des LKW aufgefangen. Später wurden die Behälter geborgen und umgeladen.

Zur besseren Ausleuchtung der Einsatzstellen wurde der Lichtmastanhänger vom Löschzug Friedrichsdorf eingesetzt. Während der Aufräum- und Bergungsarbeiten blieb die Autobahn bis ca. 22:00 Uhr gesperrt. Der Verkehr staute sich zeitweilig auf 9 km Länge. Auch auf den umliegenden Straßen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 150 000 Euro.


 
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