Am 27.02.2017 erhielt die Kreisleitstelle gegen 18:14 Uhr Kenntnis von einem Verkehrsunfall mit Personenschaden auf der BAB 2 in Fahrtrichtung Hannover. Sofort wurde die Berufsfeuerwehr in Marsch gesetzt, sowie der Führungsdienst und der Löschzug Spexard alarmiert.

In Höhe der Rastanlage Bielefeld-Obergassel wurde ein 31jähriger polnischer Staatsbürger von einem Auto erfasst. Er hatte zuvor mit einer polnischen Reisegruppe auf dem Parkplatz Rast gemacht. Aus bisher noch nicht geklärten Gründen löste sich der 31jährige aus der Gruppe und lief quer über die 6spurige Autobahn. Nachdem zunächst ein LKW auf dem rechten und weitere PKW auf dem mittleren Fahrstreifen einen Zusammenstoß vermeiden konnten, kam es auf dem linken Fahrtstreifen zu einer Kollision mit einem Opel Insignia.

Bei Eintreffen der Rüstwagenbesatzung des Löschzuges Spexard wies die betroffene Person eindeutige Todeszeichen auf. Die ersten Maßnahmen beschränkten sich daher zunächst auf die Absicherung der Unfallstelle. Der Verkehr wurde über die Rastanlage an der Unfallstelle vorbei geleitet. Die nachrückenden Einsatzfahrzeuge wurden als Sichtschutz zwischen Unfallstelle und Rastanlage eingesetzt.

Der Opel kam ca. 500m hinter der eigentlichen Unfallstelle zum stehen. Der 36jährige Fahrer aus dem Kreis Lippe erlitt einen Schock. Er wurde zunächst von der Rettungswagenbesatzung vor Ort betreut und anschließend in ein Bielefelder Krankenhaus verbracht, wo er durch Seelsorger betreut wurde. Auslaufende Betriebsstoffe an dem Fahrzeug stellten sich als Kühlmittel heraus, so dass die dort eingesetzte Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr nicht tätig werden musste.

Die Staatsanwaltschaft hatte einen Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Für dessen Tätigkeit und die Unfallaufnahme und Spurensicherung u.a. durch das sogenannte Monobildverfahren der Polizei wurde die Unfallstelle durch den Löschzug Spexard ausgeleuchtet. Während die Berufsfeuerwehr und der Führungsdienst aus dem Einsatz herausgelöst werden konnten, verblieb der Löschzug Spexard noch bis ca. 22:30 Uhr an der Unfallstelle.

Mit der abschließenden Reinigung der Fahrbahn durch die Besatzung des TLF 24/50 wurde die Autobahn durch die Polizei wieder freigegeben. Bis dahin wurde der Verkehr an der Anschlussstelle Gütersloh abgeleitet. Der Rückstau bis zur Anschlussstelle konnte weiterhin über die Rastanlage abfleißen.

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